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Fusion 2006 - kurzer abriss
2006-07-04 von dr. marcus murkes
yoa, wir warn da und es war wieder der absolute information overload.
Ich geb mal einen rein subjektiven abriss, von den paar sachen, die ich gesehen habe.
AAAAlso:
Also, diesmal sind wir Donnerstag schon los und nach kurzer Zeit schon auf dem Gelände. Die Wartezeiten waren diesmal kürzer, vielleicht ein guter Zeitpunkt (ca 18.30 Uhr Ankunft), vielleicht bessere Organisation.Zeltplatzarea in der Nähe vom Mond gewählt und gleich am Rande geparkt, wegen schnell rauskommen und so, was sich aber auch als Nachteil erwies, wegen Dreck durch An-/Abreisende und die Sonntäglichen Nachfragen, ob wir nicht mal kurz zur Seite fahren könnten, damit die Herrschaften aus der Mitte raus konnten. Ein paar ganz nette Zeitgenossen entankerten unser Zelt und schleiften es auf die Seite. Danke Ihr Ärsche! Das Zelt wieder festzuhaken oder ein netter Zettel hätten mich weniger frustriert, aber das passiert halt.
Frust und Lust liegen nah beieinander, das merke ich immer wieder.
Wie gesagt, das Programm war wieder der absolute Overload, vieles kannte ich garnicht, aber The Ex, Die Goldenen Zitronen, Barbara Morgenstern, Urlaub in Polen und Dat Politics wollte ich unbedingt sehen und auch bischen zu Trommel und Bass abhotten :-) und was sich sonst noch an Bands Musik ergab.
Donnerstag also in die Tubebox, zu The Ex den alt-ehrwürdigen Haudegen, der Amsterdamer Hausbesetzerszene (?).
Die alten Herren und die Dame an den Drums machten ordentlich Druck und spielten auch die Klassiker wie State of shock. Schöner Gitarrennoise, aber lange ausgehalten habe ich es dann auch nicht. Autofahrt und Sinnüberreizung liessen mich dann ins Zelt fallen.
Freitag klapperte ich die einzelnen Lokalitäten ab, aber irgendwie war da überall zuviel Reggae und Technogebumse. Senore Coconut, der mich mit seinen ChaChaCha/Salsa Coverversionen von Kraftwerk, dereinst begeisterte, trat mit seinem Orchester auf der Hauptbühne auf, war mir dann aber zu langweilig, Lateinamerikanisch, also nix wie weg.
Die Goldenen Zitronen waren dann der nächste Termin im Luftschloss. Noch bevor die anfingen, war es unerträglich warm und schwül, anyway - los gings mit ordentlichen Krach und dem Track Mittelmeer. Sehr geil, wie der alte Yamaha Synthie rumbratze. Die Bässe massierten ordentlich und und die Höhen klirrten im Trommelfell, der Schweiss lief in Strömen und auch sonst war das alles sehr extrem, so das ich nach 4-5 Tracks das Luftschloss mit einem dumpfen Gefühl im Ohr und nach Luft schnappend verliess.
Abgehakt, hab ich die Goldenen Zitronen nun auch gesehen :-).
Barbara Morgenstern, die kurz nach den Zitronen im Luftschloss spielte habe ich leider leider verpasst. Soll aber gut gewesen sein. Schlagzeug Elektronik und Spielfreude.
Sympatisch ist mir Frau Morgenstern, weil ihre erste Platte mit einer alten Vermona Orgel aufgenommen wurde, was auch eines meiner ersten Musikinstrumente war.
Zu später Stunde zappelte ich dann bei 160 bpm zum black sun empire rum. War durchschnittlicher Drum and Bass ging so und war ganz schön.
Dann gings in die Heia.
Ohne Drogen kann man einfach nicht alles mitnehmen, so das ich Damo Suzuki (der ehemalige Sänger von The Can) leider nicht sehen konnte.
Samstag standen dann Dat Politics und Urlaub in Polen auf dem Plan, die leider nicht spielten (also UIP).
Dat Politics spielten auf der Seebühne und ich fühlte mich an das Mash Gordon Set vom letzten Jahr erinnert.
1 Typ hinter Laptop, der die Beats abspulte, ein Frau, die sang und Samples abfeuerte und noch ein Herr am Micro und selbstgebastelten Umhängesynthie. Schöner Elektrotrash, mit Atari-Videogame Character. Hat mir sehr gefallen, was mich aber genervt hat, war der beigeisternd zappelnte und umherhüpfende Studententyp, de mich X-Mal angerempelt hat und Sand um sich schleuderte und in seiner Begeisterung beim Mitklatschen von elektronischen Klaps, alles andere um sich rum vergaß. Ich bin da auch etwas empfindlich gewesen. Aber ich mag keine rücksichtslosen Menschen und wenn ich jemanden mehr als 3 mal anrempel oder auf die Füße latsche, dann mach ich mal etwas vorsichtiger. (Nichts gegen die Begeisterung für Musik und krampfhaftes Bewegen dazu, aber...) Ich wünschte mir in diesem Moment ein 2 Meter großer fetter, schwitzender Skinhead zu sein, um dem sich ein angemessener Sicherheitsabstand gebildet hätte.
Jaja, ich gebs zu, ich war genervt und hätte einfach nur weggehen brauchen. Bin ich dann auch, so das ich nicht das ganze Set gesehen habe, aber gehört und ich fand dat sehr cool.
Angenehm waren noch die beiden Herren am Samstag im Outback-Hangar, die 3 Stunden lange ihr Doepfer Modulsystem vor sich hin knacken liessen. Das war sehr angenehm und entspannend, in der Hektik, Hitze und Krawall.
Der Samstagabend war dann noch etwas abhängen und Gelände ablatschen. Ziemlich unspektakulär.
Sonntag haben wir uns dann kurzfristig überlegt, Mittags abzureisen.
(Wegen der nervenden Anfragen, ob wir nicht mal zur Seite fahren könnten). Brütende Hitze und Hauptabreisezeit, toll!.
Als wir es in die Schlange auf den Nebenwegen zum Hauptausgang schafften, machten uns 2 Leute an, das wir doch gefälligst zurückfahren sollten, weil sie ihren Hintermann nicht verlieren wollten. Verstehe ich ja und bei einer angemessenen Anfrage hätte man sicher einen Kompromiss aushandeln können, ohne das ich in die Buchte zurückfahren müsste und die ihren Hintermann hinter sich gehabt hätten (das wäre sowieso nicht gegangen, da auf der Hauptspur das Reißverschlusssystem herrschte, ausserdem ging das alles so langsam...). Naja, das geblöke haben wir nett ignoriert und nach einer dreiviertel Stunde und 100 Metern weiter auf dem Weg zum Hauptausfahrtsweg, kam dann - Ihm sei ewig gedankt - ein Ordner und delgierte uns direkt auf die Gegenfahrbahn und zum Hinterausgang.
Nach 5 Minuten waren wir erleichtert draussen und auf dem Weg nach Hause. Dreckig, stöhnend in der Hitze, schwitzend und mit Vorfreude nochmal in den Stausee des hier ansässigen Wasserkraftwerkes zu springen.
Herrlich.
Fazit: ich hab schon letztes Jahr gedacht, wie soll man das alles verarbeiten, die X Locations, Massen an Leuten, Lichter und Visuals etc., ohne Drogen zu nehmen? Antwort - irgendwie geht es schon, auch ohne Chemie!
Ich denke wir fahren nächstes Jahr wieder. Vielleicht sitze ich dann 3 Stunden im Outback und schraube an meinem MS20 rum :-)
Kommntar?
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232 | 05.07.2006 11:29 | bernd
schrieb folgenden Senf
is klar ne.
cooler bericht hab sehr gelacht :-)))
fjuschn is scho mit das beste wo gibt auf festifals.
231 | 04.07.2006 21:35 | murkes
schrieb folgenden Senf
ja, hehe das mash konzert auf der fusion anno dazumals hab ich ja in voller bandbreite mitbekommen. war auch sehr geil :-)
230 | 04.07.2006 18:00 | bernd bohlen Seite besuchen
schrieb folgenden Senf
Was?
du bist doch ein 2m großer fetter,schwitzender,stinkender Skinhead ,hehe.
aber dat politics sinn sehr geil ..also zumindets auf Tonträger ..und live anscheinend auch...naja nich so hut wie MG
:-)




